In einer der ältesten Städte Frankreichs

Gestern habe wir Gruisson-Plage am Meer verlassen. Es stürmte uns zu stark, Velofahren war fast unmöglich und direkt am Strand wurde man sandgestrahlt. Wir sind deshalb Richtung Nordnordost gefahren, etwas ins Landesinnere. Und da liegt mit gut 77’000 Einwohner die Stadt Béziers. In vielen Quellen wird Marseille als älteste Stadt Frankreichs angegeben, gegründet 600 v.Chr. Es gibt aber einige Quellen, nach denen Béziers nochmals ca. 100 Jahre älter ist, d.h. zwischen 650 und 750 v.Chr. gegründet wurde.

Fahrt man von Süden auf die Stadt zu, sticht einem als erstes die riesige Kathedrale (aktuell mit einem Baukran) ins Auge, die oben auf einem Hügel thront:

Kathedrale Saint-Nazaire mit Pont-Vieux im Vordergrund
in der Stadt selber sieht man immer nur Teile der riesigen Kathedrale;

In der Stadt gibt es viele schmale und verwinkelte Gässchen:

interessante Spiegelung
interessantes Schattenspiel – ausserhalb der Altstadt

Mitten in der Stadt steht die Statue des Planers vom Canal du Midi, dem wir auf unserer Reise ja schon mehrmals begegnet sind. Pierre-Paul Riquet wurde 1607 hier in Béziers geboren.

Pierre-Paul Riquet, 1609-1680, Planer des Canal du Midi

Von seiner Statue führt eine Art Kanal zu einem etwa 300m entfernten Wasserspiel. Dieses spritzt nicht nur mit Wasser sondern auch mit Dampf. Eindrücklich vorallem, wenn man die Wasserfiguren mit ganz kurzer Verschlusszeit einfrieren kann.

Daneben gibt es aber auch noch einen schönen Park, in dem viele Statuen stehen.

Am Haupteingang ein Denkmal für die gefallenen
Soldaten des 1. Weltkrieges, des 2. Weltkrieges, des Indochinakrieges und des Algerienkrieges
antike Gottheiten, zuoberst der Titane Atlas…
der die Erde stützen muss, damit sie nicht zur Seite in den Abgrund fällt;
Statue von Victor Hugo, der unter anderem die Romane «Der Glöckner von Notre-Dame» und «Les Misérables» schrieb
fand keinen Platz im Park, dafür neben der Kathedrale: Jeanne D’Arc, bei uns auch unter dem Namen die Jungfrau von Orléans bekannt; sie wurde mit 19 Jahren von der Kirche auf dem Scheiterhaufen verbrannt später aber zur Heiligen erklärt;
durch Béziers führt auch eine der vielen Arme des Jakobweges – immer wieder findet man im Boden dieses Zeichen mit der Jakobsmuschel;

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