Rund um den Lac de Montbel

Als wir aufstanden wussten wir (oder mindestens ich) noch nichts davon, doch nach dem Frühstück machte Bettina den Vorschlag, wir könnten doch um den See wandern. «Ja, finde ich eine gute Idee, dann müssen wir aber gleich am Morgen los», meine Antwort, «denn es sind immerhin 16km». «Ich glaube, das schaffen wir auch heute noch», ihre Rückmeldung.

So haben wir den Rucksack gepackt, die Wanderschuhe geschnürt und sind kurz nach Mittag losgewandert. Man könnte auch sagen, wir haben uns einen Weg gesucht, denn obwohl über eine Woche seit dem vielen Regen vergangen ist, waren viele Stellen immer noch sehr sumpfig. Das Wasser scheint hier extrem schlecht zu versickern.

Wo geht es hier bitte durch?
Oft mussten wir neben den Wegen gehen…
… da war der Boden trockener

Auch der Seespiegel scheint sich kaum gesenkt zu haben, immer noch stehen viele Bäume im Wasser.

Der See hat verschiedene Arme, die teilweise mit Dämmen abgetrennt sind und deren Wasserspiegel etwas höher liegen als derjenige des zentralen Teils.

einer von mehreren Dämmen; Panorama aus 10 Hochformataufnahmen

Der See ist ein künstlicher See und hat verschiedene Zwecke: Hauptsächlich dient er zur Bewässerung für die tiefer liegenden Felder der Landwirte, daneben fungiert er auch als Energielieferant, d.h. das Wasser treibt eine Turbine zur Stromproduktion an. Und als drittes ist er Wasserlieferant für Wasserlöschflugzeuge, denn überall hat es Plakate, dass hier unverhofft Löschflugzeuge durchstarten können.

Vorsicht vor Wasserlöschflugzeugen vom Typ Canadair oder wenn die Sirene ertönt

Dann hat es auch einen kleinen Hafen mit Segelbooten, davon einige Katamarane sowie Ruderboote und Pedalos. Motorboote sind auf dem See verboten.

kleine Segelyacht mit gerefftem Grosssegel

Und dann entdeckten wir am hintersten Ende, ganz in der Nähe vom Abschlussdamm auch noch eine Fischfarm mit drei Anlagen im Wasser.

zwei grössere und eine kleine Fischzuchtanlage

Eine interessante und sehr abwechslungsreiche Wanderung, mal über offenes Feld, immer wieder mal im Wald aber meistens mit Sicht auf den See «Lac de Montbel». Nach vier Stunden hatten wir es geschafft, ohne allzu verschmutzte Wanderschuhe standen wieder bei Jupi.

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