Störche, Orchideen und mehr

Aktuell verbringen wir die Zeit in der Schweiz, meistens in Jura. Doch es gab auch ein paar Besuche, z.Bsp. beim jüngeren Bruder von Jupi, mit dessen Besitzern wir regelmässig Kontakt haben, uns über die Stärken und Schwächen von unserem Bimobil EX366 austauschen respektive über unsere Erfahrungen und Pläne.

jüngerer Bruder von Jupi – 2x Bimobil EX366

Wegen Corona musste er im Frühling 2020 seine erste grössere Reise auf den kanarischen Inseln vorzeitig abbrechen und war dann vor allem in der Schweiz unterwegs.

Im Vallée de la Sagne et des Ponts

Die meiste Zeit standen wir mit Jupi auf dem Stellplatz von Les Ponts-de-Martel, zu deutsch «Die Brücken vom Moor», denn hier befindet sich eines der geschützten Hochmoore der Schweiz. Die im Talkessel befindlichen Moore wurden für Torferde und als Brennmaterial (Torfziegel) bis in die siebziger Jahre genutzt. Die Form des Tals ist sehr speziell, befindet sich doch die tiefste Stelle nicht am Ausgang des Tals sondern mehr oder weniger in der Mitte. Hier sammelt sich das Wasser und versickert. Danach fliesst es unterirdisch ins Val de Travers, wo es wieder an die Oberfläche tritt.

Tiefster Punkt: Je nach Regen steht das Wasser mehr oder weniger hoch und versickert. Im Moment hat es viel Wasser, was man an den Büschen sieht, die sehr stark unter Wasser stehen.

Orchideen

Als wir etwas in die Höhe wanderten, entdeckten wir sehr viele Orchideen von den beiden Arten Mücken-Händelwurz und geflecktes Knabenkraut. Hier konnte ich zum ersten Mal meine neue achromatische Nahlinse ausprobieren, besitze ich doch für meine Nikon Z6 II kein Makroobjektiv. Mit der Nahlinse an meinem 24 – 200mm kann ich kleine Details aber auch sehr gross fotografieren, ohne dafür das Objektiv wechseln zu müssen. Und bei 200mm Brennweite wird der Hintergrund schön unscharf.

Unbilden des Wetters

Wir haben dieses Jahr in der Schweiz nach einem schneereichen Winter nun auch einen nassen Frühling. So erleben wir neben sonnigen Tagen auch hier im Jura immer wieder Gewitter mit viel Regen und teilweise sogar Hagel. Doch in unserem Jupi ist es gemütlich, wir kochen uns gute Sachen wie z.Bsp. Raclette und haben hier oben auf 1000müM perfekten Empfang für das Internet/Smartphone und lesen viel über unsere geplanten Fernreiseziele. Der Himmel fällt uns also überhaupt nicht auf den Kopf.

Bei einem Spaziergang durch die Ortschaft entdeckten wir, dass es auch eine Käserei gab. Hier verfolgten wir an einem Morgen von der Besuchergalerie aus die Herstellung von Greyerzer-Käse, sowie in einem kleineren Trog weitere regionale Sorten. Danach konnten wir auch die Vorratsräume mit den vielen Käselaiben besichtigen. Zum Schluss gab es eine Degustation mit hier hergestellten Käsesorten, die wirklich sehr lecker munden.

Störche

Nach rund einer Woche fahren wir weiter, mehr in den Norden. Wir steuern den Stellplatz von Bonfol in der äussersten Ecke des Kantons Jura an, im sog. Pruntruter Zipfel. Auch in dieser Gemeinde gibt es beim Sportplatz einen offiziellen Stellplatz für Camper, inkl. Entsorgungsstation vom Typ «Euro Relais».
Am Abend während des Nachtessen klappert plötzlich etwas draussen. Was kann das wohl sein?
Wir entdecken auf jedem Lampenmast des Fussballplatzes einen Storch, scheinbar ist das deren Übernachtungsquartier. In der Nacht regnet es sehr stark und am Morgen stehen sie etwas zersaust im benachbarten Feld, strecken die Flügel wie Kormorane zum Trocknen aus, putzen sich das Gefieder und die ersten suchen im Boden schon nach irgendwelchen Leckereien. Bei einer Velotour entdecken wir in der Nähe eine Kirche mit zwei Storchennesten.

Und beim Fotografieren der Störche im Feld entdecke ich noch eine schöne grün schimmernde Pracht-Libelle:

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